Vom versüßten bis zum verschärften Geschmackserlebnis
Die Produktvielfalt von Händlmaier
Genießer vor über 100 Jahren wären jetzt vermutlich neidisch: Wofür echte Händlmaier-Fans früher lange Wege zum Verkaufsregal auf sich genommen haben, benötigen Sie jetzt nur wenige Klicks. Einfach aussuchen, bestellen, fertig! Der Grund für die Treue zur Marke ist damals wie heute der gleiche: Raffinierte Rezepturen aus feinsten Zutaten würzen wir mit liebevoller Handarbeit und dem einen oder anderen wohlgehüteten Geheimnis. Insgesamt 35 Sorten zum Versüßen, Verfeinern oder Verschärfen von Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Salat und Gemüse warten auf Ihre Entdeckung.
Süßer Senf
Versüßen Sie sich Ihren deftigen Appetit mit unserem süßen Hausmachersenf, Europas Nummer 1, und vier weiteren traditionsreichen Rezepturen: Weißwurstsenf, Altbayerischer Senf, der pikante Süße und süßer Bio-Senf.
Mittelscharfer Senf
Entdecken Sie die besonders Cremigen mit milder Schärfe für die Fleischeslust, eine Dill-Variante für Fischliebhaber und die Fruchtigen für vollendeten Käsegenuss. Für jeden Gusto ist das Richtige dabei.
Meerrettich
Kehren Sie zurück zu den Wurzeln echt bayerischen Genusses: Von sahnig-cremig bis rassig-scharf machen Ihnen die eleganten Squeeze-Flaschen das Geschmackserlebnis einfach.
Junge Wilde
Röstaromen vom Grill und aus der Pfanne finden mit den Jungen Wilden von Händlmaier schnell ihren krönenden Abschluss. Drücken Sie von feurig-scharf bis cremig-mild dreimal genüsslich auf die Tube!
Feinkost- und Senfsaucen
Erlesene Zutaten und deren schonende Verarbeitung machen den qualitativen Unterschied. Entdecken Sie die natürliche Raffinesse des unverfälschten Geschmacks in 11 aufregenden Varianten.
Senfkunde mit Händlmaier
Die Geschichte von Senf
Senf war schon vor 3000 Jahren in China als Gewürz geschätzt. Über Kleinasien gelangte er nach Griechenland, wo er im 4. Jahrhundert v. Chr. als Heilmittel bekannt war. Das erste überlieferte Rezept zur Senfzubereitung verfasste der Römer Columella im 1. Jahrhundert n. Chr.
Im 8. Jahrhundert wird Senf in einer Schrift Karls des Großen erstmals in Mitteleuropa erwähnt und wurde - von arabischen Pflanzungen in Spanien aus verbreitet – bald zu einem wichtigen Gewürz. So ernannte Papst Johannes XXII. einen seiner Neffen zum „Grand moutardier du pape“ – zum „Großen päpstlichen Senfbewahrer“. Vor der breiten Verfügbarkeit von Pfeffer und später auch Chili waren Senf und Meerrettich die einzigen scharfen Gewürze, die europäischen Köchen zur Verfügung standen – entsprechend weit waren sie verbreitet.
Senfarten
Insgesamt gibt es über 40 Senfarten. Für die Herstellung werden aber vor allem zwei Sorten verwendet. Der schärfere braune Senf (manchmal auch als schwarzer Senf bezeichnet) und der milde weiße Senf. Diese beiden Sorten werden zur Senfherstellung, je nach erwünschtem Schärfegrad, in unterschiedlichen Mengenverhältnissen gemischt.
Senf schmeckt gemahlen erst einmal nicht scharf. Die für die Schärfe verantwortlichen ätherischen Senföle liegen im Senf nämlich gebunden vor und werden erst durch den Kontakt mit Flüssigkeit freigesetzt.
Senf – die kleine Verdauungshilfe
Senf ist ein unscheinbar blühendes Wildkraut, das im Mittelmeer beheimatet ist. Dort wird es schon seit der Antike angebaut. Botanisch ist der Senf ein Kreuzblütler und mit Raps, Rettich und Kresse verwandt. Die ersten, die ihre Speisen mit Senf würzten, waren wohl die Griechen. Bereits im 4. Jahrhundert vor Chr. wird in ihren Berichten Senf erwähnt. Im 8. Jahrhundert gelangte Senf schließlich nach Mitteleuropa und im 13. Jahrhundert erhielt die französische Stadt Dijon das Monopol zur Senfherstellung.
Behandeln Sie Ihren Senf richtig!
Senf verliert, nachdem er angebrochen wurde, sehr schnell seine Schärfe. Wird er zu warm gelagert, erfolgt dies sogar noch schneller. Schon eine Lagerung bei Raumtemperatur hat zur Folge, dass bereits nach 3 Monaten nicht einmal mehr eine mittlere Qualitätsstufe vorzufinden ist.
Achten Sie daher darauf, Senf möglichst kühl zu lagern. Da das Produkt so wärmeempfindlich ist, schmecken Gerichte, die mit Senf zubereitet werden (z.B. Rouladen) nach dem Erhitzen oft sehr viel milder.
Was ist das Besondere der Senfschärfe?
Senf enthält ätherische Öle, die den Schärfegrad des Endproduktes beeinflussen. Die Senfsaat wird naß vermahlen, dabei werden ätherische Senföle freigesetzt. Die Senfschärfe baut sich während der Reifung und Lagerung ab – ganz im Gegenteil zur Schärfe von Chili oder Pfeffer. Frisch vermahlener Senf ist somit am schärfsten und wird mit der Zeit milder. Lagert man den Senf warm, altert er schneller und wird milder. Daher kommt der Hinweis auf jedem Händlmaier Glas: Nach dem Öffnen kühl aufbewahren. Möchte man die Schärfe aber bewusst ein wenig milder haben, dann sollte man den Senf einige Tage (1-2 Wochen) bei Raumtemperatur lagern. Das beschleunigt die Reifung aller Senfsorten – also von süßen, über mittelscharfe bis scharfe Sorten.